Ausschreibungsrunde für Windenergie Onshore und PV im Oktober 2018

01/11/2018 | Thomas Stahel, greenmatch AG

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Unterzeichnete Ausschreibung für Windenergie an Land

Die Bundesnetzagentur hat am 19.10.2018 die Resultate der Ausschreibung für Windenergie an Land vom 1. Oktober 2018 veröffentlicht. Der mengengewichtete Zuschlagswert ist das vierte Mal in Folge gestiegen. Während bei der Ausschreibung im November 2017 der Durchschnittswert noch 3,80 ct/kWh betrug, war dieser in der aktuellen Runde mit 6,26 ct/kWh nahezu identisch mit dem von der Bundesnetzagentur festgelegten Höchstwert. Der höchste bezuschlagte Tarif liegt mit 6,30 ct/kWh bei diesem Höchstwert.

Für die Ausschreibung vom 1. Oktober waren 670 MW ausgeschrieben. Die 62 eingegangenen Gebote umfassten jedoch lediglich 400 MW, wovon 57 Gebote mit einem Umfang von 363 MW bezuschlagt wurden. 9 Gebote gingen an Bürgerenergiegenossenschaften. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht vielseitige Gründe für diese deutliche Unterzeichnung. "Festzustellen sind die drastische Verlängerung der Genehmigungsdauer aufgrund steigender genehmigungsrechtlicher Anforderungen, ein Mangel an rechtssicheren Regionalplänen und eine Zunahme von Klagen gegen erteilte Genehmigungen" so der BWE.

Die Bundesländer mit den meisten Zuschlägen sind Bayern (10 Zuschläge, 69 Megawatt), gefolgt von Brandenburg (9 Zuschläge, 63 Megawatt), Niedersachsen (6 Zuschläge, 42 Megawatt) und Nordrhein-Westfalen (6 Zuschläge, 25 Megawatt). Insgesamt gingen 14 Zuschläge an Projekte im Süden. So wurden neben den 10 Zuschlägen in Bayern weitere 4 Projekte mit 31 MW in Baden-Württemberg bezuschlagt. Das Netzausbaugebiet hatte keine Auswirkungen auf die Zuschlagsentscheidungen.

Eine Übersicht der von der Bundesnetzagentur angegebenen Standorte der bei der Ausschreibung für Windenergie an Land vom 1. Oktober 2018 bezuschlagten Anlagen finden Sie auf der folgenden Karte.

Hoher Wettbewerb bei Ausschreibung für Photovoltaik

Zeitgleich zur Ausschreibung für Windenergie an Land fand am 1. Oktober eine separate Ausschreibungsrunde für Photovoltaik statt. Bei dieser Ausschreibung wurden 76 Gebote mit einem Umfang von 551 MW abgegeben, wobei die ausgeschriebene Menge 192 MW betrug. Im Gegensatz zur Wind Onshore Ausschreibung war diejenige für Photovoltaik also dreifach überzeichnet. Dies widerspiegelt sich auch in den Zuschlagswerten. Diese liegen zwischen 3,86 ct/kWh (tiefstes bezuschlagtes Gebot) und 5,15 ct/kWh (höchstes bezuschlagtes Gebot). Die Werte der Vorrunde betrugen 3,89 ct/kWh bis 4,96 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag mit 4,69 ct/kWh etwas höher als der Wert von 4,59 ct/kWh von der Ausschreibung im Juni 2018.

Sinkende EEG-Umlage und Höchstwert für die Ausschreibungen im Jahr 2019

Am 15.10.2018 hat die Bundesnetzagentur die EEG-Umlage für das Jahr 2019 veröffentlicht. "Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms 6,405 ct/kWh." Gegenüber dem Jahr 2018 sinkt die EEG-Umlage also um knapp 6 Prozent.

In den nächsten Wochen wird zudem die Veröffentlichung der Höchstwerte für die Ausschreibungen im Jahr 2019 erwartet. Dieser lag im Jahr 2017 für Windenergie an Land bei 7,00 ct/kWh und im Jahr 2018 bei 6,30 ct/kWh.

Gebotspreisrechner für Gebote gemäss Referenzertragsmodell

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